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Seniorenuniversität SH

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Senioren

Montag, 12.03.2018

14:30 Uhr

Parkcasino
Steigstrasse 26
8200 Schaffhausen

Internet: www.parkcasino.ch
Karte

«Unsere Alpen – unsere Schweiz! Eine hochalpine Wanderung vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart durch Kunst, Kommerz und Politik»

Vortrag mit Prof. Dr. Joseph Jung, JUNG Atelier für Wirtschaft, Kultur, Geschichte

Die Schweiz war wegen ihrer zentralen geografischen Lage in Europa seit dem Mittelalter ein klassisches Reiseland, doch hatte sie für Ausländer hauptsächlich als Durchgangsstation Bedeutung. Dies änderte sich im 18. Jahrhundert, als die Aufklärung die schweizerische Freiheit zu einem Mythos machte. Nun griff im Ausland eine Alpenbegeisterung um sich. Eine erste Grundlage für das Aufkommen des Fremdenverkehrs war geschaffen. Eine weitere mit der staatspolitischen Entwicklung des neuen Bundesstaates nach 1848. Der Schlüssel für das starke Wachstum des Fremdenverkehrs bis zum Ersten Weltkrieg war der Siegeszug der Eisenbahn. Diese «Dampflokomotive des Fortschritts» hatte in kürzester Zeit das Schweizer Mittelland erschlossen. Gestützt auf diese tragende Infrastruktur wagten sich Bergbahnen der unterschiedlichsten Art in schwindelerregende Höhen. Zunächst waren es britische Alpinisten, die das Bild von der Schweiz des ewigen Schnees und der unermesslichen Gletscher in die weite Welt trugen. Luxuriöse 5-Stern-Paläste erschlossen für den Tourismus neue Gebiete. Hotelierdynastien wurden begründet – etwa in Zermatt oder in St. Moritz. Der Wettlauf auf die Erstbesteigung der Berge setzte ein. Der schweizerische Alpenclub (SAC) erleichterte mit seinen bald legendären Hütten den Zugang zu den höchsten Gipfeln. Zum Sommertourismus war der Wintertourismus gekommen. Die Strahlkraft der Schweizer Berge erfasste illustre Persönlichkeiten aus der ganzen Welt: Schriftsteller, Königinnen, Musiker. Und Maler hielten ihre Impressionen auf der Leinwand fest, es entstanden Meisterwerke der Kunst.

Die Schweiz, bis Mitte des 19. Jahrhunderts das «Armenhaus Europas», wurde in der Belle Epoque von glühenden Verehrern als «Hotel Europa» verklärt. Der Tourismus als Massenphänomen fand indes nicht überall Gefallen. Die Schweiz sei zu einem «Wirtshaus» verkommen, konstatierten Kritiker.

Einzeleintritt: Fr. 15.–
Jahresabo: Fr. 210.- (Einzel) / 380.- (für Ehepaare)

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