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Karolina Krzempek – «Mont Ventoux»

Karolina Krzempek – «Mont Ventoux»
Ausstellungen

Montag, 23.07.2018 - Freitag, 14.09.2018

Mo: 7 bis 17 Uhr
Di: 7 bis 17 Uhr
Mi: 7 bis 17 Uhr
Do: 7 bis 17 Uhr
Fr: 7 bis 17 Uhr
Sa: 9.30 bis 14.30 Uhr
So: geschlossen

junge Galerie im Hegau-Jugendwerk
Kapellenstrasse 31
78262 Gailingen (DE)

Internet: www.jungegalerie.de
Karte

Eine Sichtweise von Karolina Krzempek

Am 23. Juli 2018 beginnt in der jungen Galerie die Ausstellung „Mont Ventoux“ der Stockacher Malerin Karolina Krzempek. Die in Polen geborene und dort ausgebildete Künstlerin lebt seit 1994 am Bodensee. In Singen war sie letztes Jahr mit großformatigen Farbkompositionen beim Kunstprojekt Arte-Romeias zu sehen. In der jungen Galeriezeigt sie für sie ungewöhnlich keinen Formate und auch das Malen auf Papier für sie eher ungewöhnlich.

In dieser Ausstellung geht es ihr um den Mont Ventoux, den sie während eines Provence-Aufenthalts sehen und lieben gelernt hatte. Der dominante Berg der französischen Voralpen beeindruckt durch ein großes Kalksteinfeld auf seinem Gipfel, welches aus der Ferne wie eine Schneekuppe wirkt. Für die Tour-de-France ist seine Passstraße eine der härtesten Etappen überhaupt. Und schon die Kelten verehrten ihn wegen seiner außergewöhnlichen Erscheinung als mystischen Ort.

Auch Karolina Kzempek ließ sich von den immer neuen Ansichten des "Giganten", wie ihn Radsportfreunde nennen, gefangen nehmen. In ihrer Kunst folgt sie der Maxime Goethes, nach der die Kunst die Fähigkeit hat, die Rolle der Vermittlerin des Unaussprechlichen zu übernehmen. Die feinen Schwingungen und Stimmungen, die solch außergewöhnliche Landschaften anzuregen vermögen, beschäftigen Krzempek. Hart an der Grenze zur gänzlichen Abstraktion sind Seelenzustände der eigentliche und immer miterzählte Kern dieser Landschaftsbilder.

Jan Seghers schreibt über die Bilder von Karolina Krzempek:"Wem, der bei Sinnen ist, würde nicht gelegentlich Hören und Sehen vergehen? Wenigstens das Sehen kann man wieder lernen vor diesen Bildern, deren Farben nur scheinbar wuchtig explodieren. In Wahrheit ist hier alles gezügelt, die Kontraste fein abgestimmt, die Valeurs mit traumwandlerischer Sicherheit gewählt, die Verläufe fein gesetzt. Mal meint man vor einem Seestück von Manet zu stehen, mal vor einem Turner, mal vor einem der bunten Räusche Emil Noldes. Nur, dass die Vor-Bilder hier zu einer eigenen, ganz und gar eigenständigen Sprache geworden sind. So dass man am Ende womöglich doch auch das Hören wieder lernen könnte."

Entdeckend auch Sie das Sehen wieder angesichts dieser leisen Ansichten des Giganten der Provence.
Die Chance einer kontemplativen Reise erwartet Sie.

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