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Inga Mahlstaedt – «Parallelwelten»

Inga Mahlstaedt – «Parallelwelten»
Ausstellungen

Montag, 05.02.2018 - Samstag, 14.04.2018

Mo: 7 bis 17 Uhr
Di: 7 bis 17 Uhr
Mi: 7 bis 17 Uhr
Do: 7 bis 17 Uhr
Fr: 7 bis 17 Uhr
Sa: 9.30 bis 14.30 Uhr
So: geschlossen

Junge Galerie im Hegau-Jugendwerk
Kapellenstrasse 31
78262 Gailingen (DE)

Internet: www.jungegalerie.de
Karte

Inga Mahlstaedt stellt die Frage nach der Relevanz der Kunst

Unter dem Titel “Parallelwelten“ wird die in Tengen wohnende Malerin Inga Mahlstaedt ihre neuen Öl – und Acrylbilder und Papier-Arbeiten in unterschiedlichen Techniken vom 5.2. 2018 bis zum 14.4. 2018 im Hegau-Jugendwerk in Gailingen zeigen.

Vor ziemlich genau 16 Jahren eröffnete Mahlstaedt ihre erste Ausstellung in der jungen Galerie im Hegau-Jugendwerk. Voll Enthusiasmus, Tatendrang und Entdeckerfreude stürzte sie sich in die Ausstellungsarbeit und begann, durch unerwarteten Erfolg bestärkt, sich in der regionalen Kunst- und Kulturlandschaft zu etablieren. - Viel Zeit ist seither vergangen und die Prioritäten haben sich bei ihr verschoben. Die Bemühungen um eine, den Lebensunterhalt sichernde Karriere als bildende Künstlerin sind vergangen, die Leidenschaft für die Malerei ist geblieben. Eine, als zweites Standbein begonnene Tätigkeit als private Musiklehrerin ist Brotberuf geworden.

Die globalen, politischen und gesellschaftlichen Veränderungen und Umwälzungen wie die große Flüchtlingsbewegung, die sich bis zu uns im Hegau auswirken, haben bei der inzwischen 61- jährigen Malerin auch zu einem inneren Paradigmenwechsel geführt. Bei allem ungebrochenen bildnerischem Ausdruckswille steht für sie jetzt immer mehr die Frage im Vordergrund: Wie kann ich wirken in dieser Welt? Was kann meine Kunst bewirken? Steht das überhaupt in einem angemessenen Verhältnis zu dem Zeitaufwand, den sie beansprucht?

Viele Fragen ohne Erwartung einer einfachen Antwort, aber ein guter Grund, sich nach so vielen Jahren noch einmal um eine Ausstellunggelegenheit im Hegau-Jugendwerk zu bewerben. In dieser Einrichtung, wo es um Wesentliches geht, ein Ort, an dem Bilder vielleicht als Vehikel benutzt werden können, um Impulse zu geben, Fragen zu stellen und Kommunikation anzuregen…, nicht um möglichst großen Eindruck zu machen auf ein möglichst großes kunstbeflissenes Publikum. An diesem Ort, an dem Mahlstaedt ihre Bilder in spontaner Einschätzung ihrer jeweiligen Wesentlichkeit auswählen kann, ohne sich zeitraubend den Kopf zu zerbrechen, ob ihre Werke dem zeitgenössischen und regionalen Kunstverständnis genügen.

Wie in den vorherigen Ausstellungen, deren Inspirationsquellen vorwiegend aus dem direkten familiären und nachbarschaftlichen Umfeld stammten, geht es der Mahlstaedt auch jetzt wieder um das menschliche Sein, um dieses in seiner Vielschichtigkeit zu dokumentieren aber auch um Empathie hervorzurufen: Um das Individuum und das Gruppenwesen, um das Leben in verschiedenen Beziehungen und die Einsamkeit in der Fremde; um das Nebeneinanderleben von Menschen drastisch unterschiedlicher Lebensumstände, um Ignoranz und Verständigungsprobleme aber auch um Toleranz, Mitgefühl und Freundschaft.

In ihrer Arbeitsweise hat sich Mahlstaedt nicht grundsätzlich verändert. Nach wie vor lässt sie sich formal und stilistisch nicht einengen. Ihre Ausdrucksmittel reichen von spontanen, naturalistischen Zeichnungen über symbolistische Erzählung und surrealer Verfremdung bis zur weitgehenden Abstraktion. Dabei entfernt sie sich jedoch nie gänzlich von ihrem Gegenstand, dem ursprünglichen Impuls. Wie bei jeder Malerei geht es bei ihr natürlich neben der inhaltlichen Thematik gleichwertig um die sinnliche Erfahrung von Raum und Farbe und das Abenteuer des Schauens, das hier nicht zu kurz kommt.

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