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Drei Individualisten die sich ergänzen #SHKULTURMAGAZIN

Drei Individualisten die sich ergänzen
Ausstellungen

Freitag, 01.09.2023 - Samstag, 30.09.2023

Mo: geschlossen
Di: geschlossen
Mi: geschlossen
Do: 16 bis 19 Uhr
Fr: 16 bis 19 Uhr
Sa: 11 bis 15 Uhr
So: 12 bis 16 Uhr

Neue Galerie für Gegenwartskunst
Webergasse 39
8200 Schaffhausen

Internet: ggk-sh.ch
Karte

Im Monat September zeigt die Galerie für Gegenwartskunst an der Webergasse drei Schaffhauser Kunstschaffende die alle seit Jahren regelmässig ausstellen - meist gemeinsam mit Anderen, selten als Solisten. Doch immer wieder überraschen sie mit ihren Werken aufs Neue.

Urs Schwarzer ist ein Meister der Reduktion, der manchmal nur gerade zwei Farben braucht um eine Stimmung auszudrücken aber auch gerne eine Blumenwiese mit bunten Tupfern andeutet oder einen imaginären Sternenhimmel blau-golden leuchten lässt. Aktuell hat er sich ganz dem Kleinformatigen verschrieben. Für seine Impressionen braucht er dabei die gesamte Farbpalette welche ein Aquarellkasten hergibt. Und so leuchten die Postkartenbilder in allen Farben und die Betrachter können sich durch ruhige Landschaften, die Weite des Himmels, das Meer, wallende Wiesen und mehr, verführen lassen. Je länger man sich in die Bilder vertieft, die zum Teil auch zu Serien zusammengefügt sind, desto mehr ist darin zu entdecken. Es wohnt ihnen ein ganz eigener poetischer Zauber inne.

Auch die abstrakten Mini-Ikonen von Corinne Eberhart verleiten zu längerem Stehenbleiben. Ganz anders als die Aquarelle, die mehr von Andeutungen leben, haben sie jedoch einen klaren Aufbau. Oft sind die Zeichen, Objekte oder Figurinen symmetrisch angeordnet oder zumindest beinahe. Die Künstlerin arbeitet mit Farbpigmenten in gedämpften Tönen, ergänzt mit Gold und Silber. Beim Betrachten dieser Werke fühlt man sich irgendwie in eine orientalische Märchenwelt versetzt, man sieht geheimnisvolle Tempelanlagen, entdeckt verschlungene Pfade, Labyrinthe vielleicht. Ganz anders daneben die fast kühl anmutenden Faltbilder, Meisterwerke geduldiger Hände. Sie lassen die Besucher staunend nach dem Wie fragen während sie fasziniert den exakten Linien folgen mit denen feine Muster gezeichnet werden.

Bei den Werken von Werner (Knopf) Knöpfel hingegen liegt die Faszination im Humor mit dem sie auf sich aufmerksam machen. Manchmal sind die Metallobjekte abgeänderte Alltagsgegenstände, denen ein kleiner Twist, eine minimale Ergänzung neues Leben einhaucht. Oder es gibt auch die phantasievoll gestalteten Skulpturen, welche die Betrachter schmunzeln lassen weil sie so eigentlich gar nicht funktionieren können, es aber trotzdem tun. Obwohl Knopf mehrheitlich mit Metall arbeitet strahlen seine Werke viel Leichtigkeit aus und das durchaus nicht nur weil sie mit einem Augenzwinkern erschaffen worden sind. Eine abstrakte Metallfigur muss nicht schwer sein, wenn in ihr ein poetischer Geist wohnt.

Die Ausstellung, die den ganzen September läuft, hat eine ganz spezielle Anziehungskraft. Obwohl die drei Kunstschaffenden so unterschiedlich arbeiten, ergänzen sich ihre Werke sehr gut. Man kann sich von ihnen verführen lassen, kann in fremde Welten eintauchen und über witzige Fabelwesen schmunzeln.

Corinne Eberhart / Werner (Knopf) Knöpfel / Urs Schwarzer
Vernissage: Fr 1. September 19 Uhr
Ausstellungsdauer: bis 30. September
Öffnungszeiten:
Do / Fr 16 - 19 Uhr
Sa 11 - 15 Uhr
So 12 - 16 Uhr

Das Kulturmagazin wird unterstützt von:
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