Freitag, 27.11.2026
20:30 - 22:15 Uhr
Gems
DANIEL ERDMANN TENORSAX
ANTONIN RAYON HAMMOND B3 ORGEL
JIM HART DRUMS
GREAT EUROPEAN JAZZ
EIN TRIO DER EXTRAKLASSE
In seinen paneuropäischen Bands hat der Tenorsaxophonist DANIEL ERDMANN häufig mit ungewöhnlichen Besetzungen überrascht. Exemplarisch lässt sich das jüngste Projekt „Thérapie de Couple” nennen u.a. mit Violine und Cello, oder das Trio „Velvet Revolution”. Beide Bands auf internationalen Festivals und beim Jazzclub Singen vom Publikum und von den Medien gefeiert. Die Idee zu „ORGANIC SOULFOOD” kam ihm vor fünf Jahren. Eigentlich hatte er eine Studienreise nach New Orleans geplant, die aber von Corona durchkreuzt wurde. Stattdessen sass er, ausgebremst wie alle anderen, zuhause fest und dachte über die Zukunft nach. Anfang 2021 nahm sein Plan für ein Orgeltrio Gestalt an. „Auf gewisse Weise reflektiert die Band mein ürsprüngliches Vorhaben, bestimmten Aspekten der Jazzhistorie näher zu kommen.” Seine beiden musikalischen Partner lagen auf der Hand. JIM HART, Brite im elsässischen Exil und als Vibraphonist seit rund zehn Jahren Erdmanns Vertrauter bei Velvet Revolution, sorgt nun als Schlagzeuger für variable, dynamische Grooves. Ein neues Kapitel schlägt dagegen die Kooperation mit dem französischen Hammond B3 Organisten ANTONIN RAYON ein. Er verfügt über das typisch soulige Hammond-Feeling. Trotzdem erscheint er als eher atypischer Organist und leuchtet viele klangliche Möglichkeiten aus, bis hin zu abstrakteren Sounds. „Zudem verfügt er über ein besonderes Timing, das uns inspiriert. Sein Spiel ist sehr wachsam und unvorhersehbar und zeigt uns Wege auf, die wir ohne ihn nicht gegangen wären,” erklärt Erdmann. Inspiriert durch Jazztraditionen und beflügelt von moderner Spielhaltung klingt die CD „INTO THE SWEET UNKNOWN” (BMC Records) ausgesprochen gegenwärtig. So überrascht das Trio mit wohl dosiertem Geschichtsbewusstsein und unterstreicht einmal mehr den individuellen Gestaltungswillen des stets entdeckungsfreudigen Musikers. „Mit einem Bein in der Vergangenheit, mit dem anderen in der Gegenwart kreiert die Gruppe eine Musik, die sich ihrer Souljazz-Herkunft bewusst ist und doch darauf abzielt, neue Funken aus diesem klassischen Jazzformat zu schlagen. Das klingt aufregend und frisch und haucht einem scheinbar antiquierten Bandformat neues Leben ein.” (Jazzthetik: 5 Sterne!)
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