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111 - Übern Berg

111 - Übern Berg
Bühne
Detlef Vetten

Freitag, 12.10.2018

20:30 Uhr

Theater Basilika
Schlachthausstrasse 9
78224 Singen (DE)

Internet: die-faerbe.de
Karte

Alpentrekking mit Beethoven

Im Rahmen des städtischen Jahresprojekts «Singen im Takt» hat sich der aus Singen stammende Dirigent, Pianist und Komponist Fabian Dobler mit der letzten Klaviersonate von Ludwig van Beethoven op. 111 beschäftigt und diese neu für Klavier und Akkordeon (Antje Steen) arrangiert. Den Theatertext dazu hat kein Geringerer als der ehemalige Extremsportler und prominente Publizist Detlef Vetten (u.a. «Stern», «Münchner Abendzeitung») geschrieben und nimmt die Besucher mit auf eine spannende Reise über die Alpen. In der Regie von Färbe-Prinzipal Peter Simon spielen Milena Weber, Elmar F. Kühling und Simon Wenigerkind (neu im Färbe-Ensemble).

«Übern Berg» verbindet Theater und Musik tatsächlich auf eine neue Art. In der Basilika präsentieren nun drei Schauspieler und zwei Musiker dieses musikalische Schauspiel mit viel Witz, Ironie und Faszination am gegenseitigen Dialog - und einer spannenden Geschichte voll ungeheurer atmosphärischer Dichte.

Die Premiere der Uraufführung findet am 22. September um 20 Uhr(!) in der Basilika statt, alle weiteren Vorstellungen bis 20. Oktober jeweils am Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag um 20.30 Uhr. Einlaß ist in der Basilika jeweils ab 19.30 Uhr. Karten können ab 1. September unter (07731) 64646 reserviert werden, die Abendkasse und der Ausschank öffnen in der Basilika jeweils um 19.30 Uhr.

Detlef Vetten, Jahrgang 1956, war unter Anderem Sportchef des »Stern«, Chef bei "Horizont" und Leiter des Lokalressorts der »Münchner Abendzeitung«. Als Autor wurde er mehrfach mit Preisen des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) ausgezeichnet. Die autorisierte Biografie von Henry Maske stammt ebenso aus seiner Feder wie der 2011 erschienene Bestseller »50 Tage lebenslänglich«. Danach arbeitete Vetten als Chefreporter der Nachrichtenagentur dapd und als Chef des Opernmagazins "Orpheus", schließlich sattelte er endgültig ins Buchgeschäft um. 2018 erschienen: 200-Seiten-Bände über die Olympischen Winterspiele und die Fußball-WM, die Biographie des Fußballtrainers Jupp Heynckes, der Roman "Häutungen". Nun: "Übern Berg" - worauf Vetten besonders stolz ist.

Eine Nachtwanderung über den Brenner, ein 65 km langer Gewaltmarsch an die Grenze der eigenen Leistungsfähigkeit durch Schnee, Eis und Polizeikontrollen. In der Einsamkeit der Nacht wird der leichtsinnige Selbsterfahrungstrip zum Gang durch die Jahrhunderte in einer Region, die immer schon Grenze war. Der Brenner war das Tor ins gelobte Land der Klassik (Goethes „Land wo die Zitronen blühen“) und ist heute die offene Wunde Europas, an der sich entscheidet ob die Ideale der Klassik und Aufklärung Bestand haben. So beschäftigt sich Detlef Vetten in zum Teil witzigen Geschichten, die ihm bei seinem Trekking-Abenteuer begegnen, unwillkürlich mit den zentralen Fragen des Menschseins - dem Individuum, der Selbstbestimmung, Leben und Tod.Und trifft die Gedankenwelt und den Humor Beethovens. Genauer: die „Op. 111“, Beethovens letzte Klaviersonate - jene Sphinx, mit der sich der todkranke Komponist von seinem Instrument und auch von seiner Epoche mit wissendem Lächeln verabschiedete. Eng verwoben mit Vettens Theatertext denkt eine dekonstruierte und in der klanglichen Dualität Klavier-Akkordeon neu aufgebaute Version des rätselhaften Werkes die Worte mit und zeigt sich emotional, amüsant, wild - und ganz einfach zu verstehen. Beethovens musikalische Gedanken werden nachvollziehbar durch die Bezüge zum jeweiligen Text.

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